Geburtshaus Peter Rosegger am Alpl

Auf 1.150 m Seehöhe, inmitten grüner Wälder, liegt der Kluppeneggerhof, das Geburtshaus von Peter Rosegger. Der berühmte Dichter und Schriftsteller aus der Steiermark erlangte bereits zu seinen Lebzeiten hohen Bekanntheitsgrad und wurde mehrmals für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen.

Der Dichter wurde am 31. Juli 1843 am Alpl bei Krieglach als das Älteste von sieben Kindern geboren. Als Waldbauernbub hat er seine ersten 17 Jahre seines Lebens am Alpl verbracht. Er begann bereits sehr früh Geschichten und Erlebnisse mit seiner Familie und Menschen aus seiner Umgebung aufzuschreiben. Und so entstand eines seiner berühmtesten Werke „Als ich noch der Waldbauernbub war“. Bevor er aber Schriftsteller wurde, riet ihm ein Priester von der schweren Arbeit als Schreiber ab. Für die Arbeit auf dem Bauernhof war er auch zu schwach. Deshalb machte Peter Rosegger eine Lehre zum Schneider, das Schreiben ließ er sich aber dennoch nicht nehmen.

Weiters hat Rosegger die Veränderungen in dieser Zeit in seinen Werken niedergeschrieben – von der Industrialisierung, Modernisierung bis hin zum Verschwinden der bäuerlichen Welt. Vor allem im Buch Jakob der Letzte hat der Literat das Schicksal der steirischen Bauern anschaulich beschrieben. Aber auch in zahlreichen anderen Werken wie in der Zeitschrift Heimgarten, nimmt der einstige Waldbauernbub Stellung zu den brennenden Themen der damaligen Zeit.

Insgesamt verfasste Peter Rosegger 43 Bücher, die etwa 15 Millionen Mal verkauft wurde. Die Bücher wurden in 20 Sprachen übersetzt. Damals war er einer der meistgelesenen Autoren, aber auch heute noch sind seine Geschichten sehr beliebt. Wussten Sie, dass Peter Rosegger mit Geburtsnamen eigentlich Roßegger hieß? Damit er nicht mit den vielen Leuten in seiner Umgebung, die gleich hießen, verwechselt wurde, änderte er seinen Namen.
Peter Rosegger war sehr viel auf Reisen, denn er liebte sein Heimatland. Besonders gerne ging er nach Schladming oder in die Ramsau. Den Dachstein – den er liebevoll als „seinen Dachstein“ deklarierte – bestieg er öfters. Das Gesäuse im Ennstal besuchte er ebenso wie Mariazell, Turnau und Mürzsteg. Auch auf die Rax und die Schneealm wanderte der Poet und genoss die wunderbare Aussicht. Graz mit seinen roten Dächern und regen Gassen war ein sehr beliebtes Ziel von ihm. Besonders die Grazer Kaffeehäuser hatten es ihm angetan.

Das Geburtshaus – ein Museum

Das Geburtshaus wurde 1868 verkauft, weil die Familie hoch verschuldet war. Im Jahr 1927 kaufte das Land Steiermark das Haus und richtete ein Museum mit Originalmöbeln ein. Die vielen Ausstellungsstücke und Einrichtungsgegenstände vermitteln das einfache bäuerliche Leben im 19. Jahrhundert. Auch die Wiege und der alte Uhrkasten sind immer noch erhalten. Neben dem Geburtshaus befinden sich noch Stallungen und eine Scheune am Areal.

Die große Stube

Die große Stube wurde für so ziemlich alles genutzt, vom Schlafen übers Essen bis hin zum Arbeiten. Im Mittelpunkt stand immer der große Ahorntisch, auf dem alle Arbeiten verrichtet wurden. Hier traf sich die Familie auch um Feste zu feiern und der junge Peter Rosegger schrieb auf diesem Tisch seine ersten Geschichten. Geschlafen wurde in einem nicht allzu großen Bett – aber nur die Eltern. Die kleineren Kinder verbrachten die Nächte in einer Lade, die sich unter dem Bett befand und herausziehen ließ. Und die größeren Kinder? Die kamen im Stall nebenan unter, wo sie direkt bei den Tieren übernachteten.

Das Geburtshaus ist bis heute nur zu Fuß oder mit dem Mountainbike erreichbar. Von der Waldschule aus geht es in ca. 30 Minuten hinauf zum Kluppeneggerhof. Ein Shuttle-Service für Personen mit eingeschränkter Mobilität ist auf Anfrage möglich.

Öffnungszeiten:
April bis Oktober, Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr
www.museum-joanneum.at/peter-rosegger

Kontakt

Gasthof Rothwangl - Zur Waldheimat
Hauptplatz 3, 8670 Krieglach
T. +43 3855 22 27
M. +43 664 23 31 454
gasthof(punkt)rothwangl(at)twin.at

Tisch reservieren

Reservieren Sie gleich online einen Tisch - jetzt klicken und entsprechendes Formular ausfüllen und abschicken.

Zur Tischreservierung